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Vom Sportplatz auf den Laufsteg


 - Der Street-Style ist in den vergangen Jahren zu einem Modetrend geworden, der kaum noch aus unseren Köpfen wegzudenken ist. Die Schaufenster der grossen Modeketten gehen förmlich über vor lässigen Kapuzenpullis und Jogginghosen, die nicht nur bequem, sondern auch noch cool wirken sollen. Schliesslich möchte man sie ja vorzeigen und das nicht nur auf dem Sportplatz.

Besonders der Kapuzenpulli hat seinen Eingang in die Kleiderschränke von Jung und Alt gefunden. Bestimmt haben Sie auch einen zuhause, den sie sowohl vor dem Fernseher als auch  beim Sport tragen und vielleicht sogar zum Ausgehen. Ich meine jetzt nicht zum Candle-Light Dinner mit dem Freund aber zumindest für den ein oder anderen Stadtspaziergang.

Marken wie Abercrombie&Fitch, Adidas, Puma und unzählige weitere haben es uns vorgezeigt: Wer Stil hat, zeigt Kapuze.

Dabei existiert diese spezielle Variante von Pullover bereits seit einiger Zeit, genauer genommen wurde er in den 30-er Jahren erfunden. Bekleidungshersteller Champion produzierte sie als erster  für die Arbeiter in den Tiefkühllagern von New York. Auch bei afroamerikanischen Jugendlichen sind Kapuzenpullis seit jeher beliebt. Sie sind ein Must des sogenannten "Ghetto-Styles", neben Baggies und Hip Hop Musik.

Läuft man durch die Strassen von New York, durch Stadtteile wie Brooklyn, Chelsea oder die Bronx, so begegnet man fast ausschliesslich Jugendlichen in Streetwear. Besonders typisch ist das Erscheinungsbild eines 2 Meter grossen Basketballspielers im Kapuzenpulli und Basketball unter dem Arm.

Im Februar 2012 wurde der Kapuzenpullover aber  aufgrund der Erschiessung des afroamerikanischen Jugendlichen Trayvon Martin schliesslich zum Gegenstand von Debatten, in denen es um Rassismus und Polizeiwillkür ging. Trayvon Martin wurde von einem Polizisten im Bundesstaat Florida erschossen, der angab aus Notwehr gehandelt zu haben. In Folge kam es in Städten wie New York, Washington und Chicago zu Massendemonstrationen, bei denen die Teilnehmer in Kapuzenpullovern auftraten, ein Zeichen der Solidarität mit den afroamerikanischen Jugendlichen und gleichzeitig ein Protest gegen Rassismus und Vorurteile.

Das ging sogar so weit, dass man den Kapuzenpulli verbieten wollte, um zu vermeiden, dass diese Jugendlichen unnötig angegriffen werden. Das wurde natürlich nicht durchgesetzt und der Kapuzenpullover ist immer noch Synonym für urbanen Lifestyle und  sehr beliebt beim Sport. Nach einem langen Training gibt es kein besseres Gefühl als sich einen bequemen Kapuzenpulli überzuziehen.

Nach diesem kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Kapuzenpullovers, haben Sie bestimmt Lust auf eine Shopping-Tour bekommen. Sind Sie dafür allerdings zu faul, können Sie problemlos von zuhause Sportartikel und Sportbekleidung kaufen. Wie das gehen soll?

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